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Schmerzhaftes Missverständnis

Vor geraumer Zeit startete einmal eine große Mission mit ebenso großen Zielen. Viele Taucher stiegen ins Meer hinab. Mit prächtigen Zügen glitten sie immer tiefen, so dass es schön anzuschauen war und nur nebenbei ließen sie Luft aus. Das war nicht zu verhindern und hatte – so dachte man – keine Bedeutung.

Die Bläschen stiegen und bis sie die Oberfläche erreichten, verging ihnen eine Ewigkeit. Wenn man genau hinsah tanzten sie dabei leicht hin und her und trieben ihr eigenes Speil mit seinen eigenen Regeln. Manchmal kamen sie einander näher, blieben beieinander und verloren sich wieder, so daß ein menschlicher Beobachter hätte fast denken können, sie hegten Gefühle untereinander.

Jeder ernsthaft interessierte Beobachter – obgleich es vermutlich nie einen gab – hätte ihre Bewegungen bald vorhersagen gewußt. Schlißlich ist es auch gar nicht schwer.

Gerade sieht man hin und erblickt eine Blase. Weil man Zeit hat, schaut man ihr nach.

Glücklicherweise sieht man genau jetzt ein seltenes Schauspiel. Eine andere Blase ist ganz nah gekommen. Man hat diese Veränderung, weil sie langsam vor sich ging gar nicht gemerkt, erst jetzt wo sie plötzlich so nahe sind. Es ist schwer zu sagen wieso, ob es gar die Absicht einer der Beiden war.

Da sind für den Bruchteil einer Sekunde nur noch die beiden zu sehen. Schon im nächsten Moment treibt die immer währende, unaufhaltsame Strömung sie wieder auseinander. Der Moment war gerade Lang genug und der Abstand klein genug dass jede etwas Luft der anderen bekam.

Wie es Gesetz ist, wollen sie jetzt beide wieder zu einander. Es dauert eine Zeit, bis sie wieder aneinander getrieben werden. Sie hatten sich schon seehr vermisst.

Um nie wieder getrennt zu werde, wollen sich beide gegen die Strömung stellen, oder anderes, da dass unmöglich ist, wollen sich beide in der gleichen Art von ihr treiben lassen.

Und dennoch sie werden abermals getrennt. Eigendlich war das klar. Man muß wegen einem großem Fisch – um sie weiter betrachten zu können – um sie herumschwimmen.

Von hier gesehen waren sie nie nah. Die eine war nur größer, deshalb vielen anderen genauso nah, dadurch eigendlich von allen gleich weit weg. Ihr ist also alles scheinbar geschehene gar nicht passiert.

Plötzlich wird der Druck für die erste so groß, dass diese ganz klein wird. Es scheint kaum besser zu werden, doch dauert es – im Nachhinein betrachtet, ihr sind es Jahre – nur kurz, bis sie wieder ihre alte Größe erreicht.

Späterstens jetzt zieht sich der Beobachter zurück, um keine Schlüsse ziehen zu müssen.